POGGIO CULTURA AKTUELL

31.03.2021 Nachricht von Benedikt Stumpf

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Atlantentisch

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Die Ausbildung eines Kunstpädagogen beinhaltete vor 50 Jahren unteranderem einen Werkstätten-schein in Holzbearbeitung. Lang, lang ist es her. Mein Werkstück war damals ein Tisch mit den üblichen Holzverbindungen, die ein Schreiner so verwendet. Ein Tischbein bekam einen knienden Atlanten als figuralen Akzent. Jahrzehnte hat diese
Figur seine stützende Funktion im Tisch geduldig allein bewerkstelligt.
Das Schnitzen mit Holz bedeutet das Freilegen einer im Inneren vorhandenen Gestalt. Es ist eine idealtypische Beschäftigung für einen geschärften Blick und ein sukzessives Herausarbeiten innerer
Vorstellungsbilder. In den Zeiten der Pandemie sind nun drei weitere Atlanten zum “Vorschein” gekommen und bieten nach langer Zeit Unterstützung im Tragen der gläsernen Tischplatte.

 

März 2021,

Benedikt Stumpf

 

Details vom Atlantentisch

Hier geht’s zur Seite von Benedikt Stumpf

21.03.2021

Unser Garten in Poggio San Marcello

Johanna Peltner-Rambeck

 

Dieser Garten liegt im Steilhang, sieht man vom Haus hinunter auf ihn, sieht er aus, als wäre es hier immer schon so gewesen, wie es jetzt ist. Dabei braucht der Garten stets aufs Neue  Hände und Verstand, Sense, Sichel und Schere, auch Körbe, um Abgeschnittenes, Eingesammeltes über die Kompost-Rampe ins Ungewisse fallen zu lassen.

Am schönsten ist der Garten, wenn der Blick über ihn in die Weite gleitet, es scheint alles in einer wunderbaren Ordnung zu liegen, hin, bis zum schmalen Band des Meeres.

Da ist der Garten vergessen und doch ist er da. Ohne ihn wäre das Haus dem Außen ausgeliefert,  alles Unbekannte käme bis ans Haus gekrochen, man könnte sich nicht sicher sein, ob es wohlgesonnen wäre.

Der Garten ist ein Mittler. Über den Gartenzaun am Straßenbogen fliegen manchmal Grussworte, her und hin und her, Lachen, Mitgefühl, Bedauern, Versichern. So kann der Garten innen sein und erst über dem Zaum ist das Draußen, obwohl das Gefühl einer Grenze kurz nicht spürbar war.

Wenn dann Wind aufkommt, ist der Garten  Innen und Außen gleichermaßen und diese Unklarheit drängt zur Entscheidung. Draußen sein und die Begegnung mit dem Wind genießen, draußen sein und das Fremde heranlassen, aushalten. Oder vielleicht draußen sein und alles nach innen tragen wollen, damit kein  Schaden entsteht. Die Schwelle erfordert Entscheidung, auf der Schwelle kann man keine Ruhe finden.

Ist man im Haus, hört man bisweilen den Garten rufen. Was er ruft, klingt nach Frau Holle: „Mähe mich, schneide Verblühtes aus, kehre meine Treppe!“ Brave Töchter tun, was er anmahnt. Sie tun es, weil es ansteht, weil die Vernunft sich gegen den Wildwuchs stellt, weil sie ruhig werden im Tun, ruhig, weil sie nicht selbst  Projekte  beginnen müssen, der Garten will nichts als Erhaltung und Pflege. Blühen kann er selbst.

Er ist es, der mit den Wettern spricht, trotzdem knickt ihm der Sturm  große Äste, wirft ihm  Holz  auf den Rasen. „Sägen und räumen“ ruft er und bietet dafür eine Bank nach getaner Arbeit.

Eine Bank im Rosengebüsch. Dort, falls es schon  dämmert, umspannt sich der Garten gerne  mit Wehmut, mit sehnsüchtigen melodischen Fragmenten aus Schubert-Liedern. Aus dem Fastdunklen, holt der Garten, im Stil alter Meister, Licht aus den Rosen, zieht seine Natur zurück zu Gunsten von Träumen. Die Bank lässt er schweben,  die Fußsohlen spüren weder Boden noch Schuh. Wesen schauen aus seinen  Bäumen und Vögel üben das Paraphrasieren, kopfüber.

Wer da bleibt, den schickt der Garten vielleicht auf die Reise. Ist nicht Alice auch durch ein Baumloch gekrabbelt? Ja, tönen die Kröten und  Grillen bauen Escher-Leitern nach unten, nach oben in eine verdrehte Welt.

Wenn es raschelt am Boden, wenn das Laub ein Tierchen verrät, taucht aus Kindertagen die Geschichte einer braven Landmaus auf. Mäusehäuschen mit erdigen Wänden,  Mäuschenbett für sieben Kinder und zu essen gibt es fast nichts. Da muss die gute Maus bettelnd die Stadtmaus besuchen und soviel Gefahr! Maus, hier im Garten gibt es auch wilde Katzen und Nattern. Natur ist Natur, auch im bestellten Land, ein Ende ist immer endgültig . Weiter geht es nur mit Erde, mit Wasser aufsteigend, herabfallend.

 

18.02.2021
„Um das künstlerische Vakuum zu füllen, das durch die vergangenen Corona-Monate entstanden ist, hat Zoltán Barabás seine audiovisuelle Installation „Das Blau“ im Sommer 2020 live auf Facebook gestreamt. Damit wollte er auch in diesen Zeiten Kunst weiter leben und erlebbar machen. Hier die Aufzeichnung der Aktion auf YouTube.
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18.02.2021
.Neue Bilder von Reinhard Fritz
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Es entstehen wunderbare Werke von Künstlern in dieser Zeit, wie zum Beispiel diese von Reinhard Fritz.
Sobald man sich wieder aufsuchen darf, die Corona-Maßnahmen aufgehoben sind, kann man sie kaufen.
Die Künstler freuen sich über Terminabsprachen/Besuche und sicher auch, wenn sie verkaufen können!

 

 

17.02.2021

Ulrike Kaiser, die ja neben Ihrem Künstlerdasein auch Kunsterzieherin an einem Gymnasium ist, schreibt:

Ich bin im Moment sehr mit der Schule beschäftigt, das viele am Schreibtisch hocken und die vielen Online-Konferenzen saugen unheimlich an Energie… das hätte ich nie gedacht. Der Gang ins Atelier fällt mir nach wie vor schwer, die künstlerische Arbeit stockt… trotzdem anbei zwei Fotos (1. Atelier im Atelier im Atelier…,

2. Virenproduktion), die ihr gerne auf die Web-Seite setzen könnt- so fühle ich mich auch ein bisschen: wie in einer Kapsel…

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                                                 Im Atelier im Atelier …

                                   
17.02.2021

Martin Riccabona, der vor vielen Jahren bereits in der Kirche San Nicoló in Poggio Orgel spielte, und seine Frau Franziska spielen in Linz ein launiges Orgelkonzert zum Faschingsdienstag ein: 

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21.01.2021
An alle Freunde vom Europäischen Kulturaustausch Poggio San Marcello e.V,
 
endlich sind alle bürokratische Hürden der Vereinsgründung genommen: Ab jetzt können Mitgliedsbeiträge und Spenden an den Verein Europäischer Kulturaustausch von der Steuer abgesetzt werden.
Wir freuen uns, dass unsere Arbeit nicht in einen Dornröschenschlaf gefallen ist, sondern weiterlebt, trotz der Corona-Pandemie.
 
So tolle Pläne für die Zukunft haben uns erreicht und wir hoffen, dass wir Ende August doch noch gemeinsam ein Festival in Poggio San Marcello erleben dürfen.
 
Wir wünschen uns, dass noch viele Künstler unsere Website nutzen und uns damit teilhaben lassen an ihrer Arbeit.
Ganz begeistert sind wir von den Veröffentlichungen von Johannes Veit, Reinhard Fritz, Ruben fun Hunter und Giancarlo Lepore, übrigens kann man auf seiner Website auch in interessanten Zeitschriften stöbern! 
Bleibt vor allem gesund, schreibt uns, wir sind dankbar für alle Anregungen, die den Gedanken einer Europäischen Kulturarbeit weiterbringen.
 
Herzlichen Gruß vom Vorstand des Vereins: Europäischer Kulturaustausch Poggio San Marcello eV
 
Johanna Peltner-Rambeck, 1. Vorsitzende
Johannes Veit, 1.Stellvertreter
Reinhard Fritz, 2.Stellvertreter
Johann Rambeck, Schatzmeister
Benedikt Stumpf, Schriftführer

YouTube

12.01.2021 - Nachricht von Johannes Veit

 

ONDA – fange das Meer ein

 

 

Onda, die Welle, bringe ich vom Strand der italienischen Marken an der Gardasee.

 

Glücklicherweise konnte ich am Ende des Corona-Sommers noch im September 2020 im Atelier

in Poggio arbeiten und mit Hanna und Hans das projektierte Poggio Festival für 2021 weiterplanen.

 

Wie jedes Jahr flossen die Ideen und Träume von Meer, Sonne, südlicher Landschaft in die Bilder mit ein. Auf der Rückfahrt besuchte ich einen Sammler am Gardasee, der die Schwimmhalle in seinem Haus in Limone mit einem Wandmosaik neu gestalten will:

Onda ist geplant als Wandmosaik mit frostsicheren Unikatkacheln und Spiegeln.

Die Gestaltung des Mosaiks wird entwickelt anhand von Miniaturmodellen. Die Fliesen werden in Einzelanfertigung bemalt und dann in einer Töpferwerkstatt in Diessen gebrannt.

 

Die Arbeit wird in ihrer Farbigkeit und Struktur die mediterrane Landschaft der Marken thematisieren und über der Idee der Spiegelung die Gardasee-Natur in den offenen Raum der Schwimmhalle hereinholen. So verbinden sich virtuell zwei Landschaften und werden künstlerisch reflektiert.

Gestaltungszonen sollen die Langwand und die Stirnwand über der Wasserfläche werden.

 

Momentan kann das Projekt anhand von Skizzen und Fotos vor Ort und kleinen Entwürfe in Papier/Spiegel-Collagen eingesehen werden.

 

Projekt „Onda”

 

Johannes Veit Projekte

im Januar 2021

 

www.johannesveit.de

 

Und hier geht’s direkt zu Johannes auf unserer Webpage!

 

 

04.01.2021
Auch Reinhard Fritz hat sich künstlerisch mit Corona auseinandergesetzt, wie hier zu sehen ist

 

 

 

Und hier geht’s direkt zu Reinhard auf unserer Webpage!

 

04.01.2021
Ruben fan Hunter hat unter dem allgemeinen pandemischen Eindruck einige Druckgrafiken in einer Auflage von 15 Blatt pro Motiv erstellt – sie sind käuflich zu erwerben und kosten zwischen 150 und 170 €.

 

 

Fotos der Drucke

 

Und hier geht’s direkt zu Ruben auf unserer Webpage!

 

 

02.01.2021 - Nachricht von Giancarlo Lepore
 

Hallo Johanna & Co

 

Viele gruesse … und glueckwuensche
SPERIAMO IN TEMPI MIGLIORI …
… tanti tanti auguri !!!

 

 

Sculture di Carta – Progetto CLOUDS – https://issuu.com/giancarlolepore/docs/clouds2020 

 

Und hier geht’s direkt zu Giancarlo auf unserer Webpage!

 

 

November 2020
Der gemeinnützige Verein “Europäischer Kulturaustausch Poggio San Marcello e.V.” bietet einen kostenlosen online Deutsch-Kurs an für alle, die in der deutschen Sprache schon Vorkenntnisse haben.
Über die zeitlichen Modalitäten können wir uns absprechen, wir könnten auch Texte korrigieren und besprechen, die Schüler für den Unterricht brauchen.
Die Anmeldung erfolgt über:  poggiocultura@icloud.com

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